Lavendelfelder Frankreich Karte: die 5 schönsten Regionen

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Eine Lavendelfelder-Frankreich-Karte zeigt fünf Kernregionen: das Plateau de Valensole, die Hochebene von Sault, die Abbaye de Sénanque bei Gordes, die Drôme provençale und den Luberon. Alle liegen in oder am Rand der Provence im Südosten Frankreichs. Die Blüte dauert dort von Mitte Juni bis Mitte August, je nach Höhenlage und Lavendelart.

Wer die Provence im Sommer besucht, sucht meist ein Bild im Kopf: violette Felder bis zum Horizont, warmer Duft, Bienen. Die Enttäuschung ist groß, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort steht – nämlich vor abgeernteten Reihen oder grünen Trieben. Dieser Artikel ordnet die wichtigsten Anbaugebiete geografisch ein, nennt konkrete Blütezeiten und hilft dir, die Regionen zu einer sinnvollen Route zu verbinden.

Wo liegen die Lavendelfelder in Frankreich auf der Karte?

Die berühmtesten Lavendelfelder Frankreichs liegen in der Provence, verteilt auf die Départements Alpes-de-Haute-Provence, Vaucluse und Drôme. Sie ziehen sich grob von der Drôme provençale im Norden über Sault und den Luberon bis zum Plateau de Valensole im Südosten.

Anders als viele denken, wächst Lavendel nicht flächendeckend an der Côte d’Azur, sondern im Hinterland auf Hochebenen zwischen 400 und 1200 Metern. Die Höhe ist entscheidend: Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) gedeiht erst ab etwa 800 Metern. Einen guten geografischen Überblick gibt unsere Karte der Provence.

Das Plateau de Valensole gilt als das bekannteste und größte zusammenhängende Anbaugebiet. Es liegt rund 90 Kilometer nördlich von Marseille und ist über die Autobahn A51 gut erreichbar.

Was ist der Unterschied zwischen Lavendel und Lavandin?

Lavandin ist eine Hybride aus echtem Lavendel und Speiklavendel und macht den Großteil der sichtbaren Felder in der Provence aus. Echter Lavendel ist seltener, wächst höher und blüht kürzer.

Dieser Unterschied erklärt, warum die Farbe und Blütezeit von Feld zu Feld variiert. Lavandin bildet große, buschige Pflanzen in gleichmäßigen Reihen – das klassische Postkartenmotiv. Echter Lavendel wirkt zarter und unregelmäßiger.

Für die Reiseplanung heißt das: Die dichten, tief violetten Felder von Valensole sind meist Lavandin. Echten Bergwald-Lavendel findest du eher rund um Sault und auf dem Plateau d’Albion in größerer Höhe.

Wann blühen die Lavendelfelder in der Provence?

Die Lavendelblüte in der Provence läuft von Mitte Juni bis Mitte August, mit dem Höhepunkt in der zweiten Julihälfte. Der genaue Zeitpunkt hängt von Höhenlage, Wetter und Lavendelart ab.

Als Faustregel gilt: Je höher die Lage, desto später die Blüte. Auf dem Plateau de Valensole (etwa 500–600 Meter) beginnt die Farbe oft schon Ende Juni, während Sault (rund 800 Meter) erst im Juli seinen Höhepunkt erreicht. Die Ernte startet meist Ende Juli und zieht sich bis in den August.

Wer Fotos ohne abgeschnittene Reihen will, plant den Besuch idealerweise zwischen dem 25. Juni und dem 20. Juli. Danach beginnt vielerorts die Ernte, und die Felder verlieren schnell ihr Bild.

Region Département Höhe (ca.) Beste Blütezeit
Plateau de Valensole Alpes-de-Haute-Provence 500–600 m Ende Juni – Mitte Juli
Sault / Plateau d’Albion Vaucluse 750–850 m Mitte Juli – Anfang August
Abbaye de Sénanque Vaucluse 350 m Ende Juni – Mitte Juli
Drôme provençale Drôme 400–700 m Anfang – Ende Juli
Luberon Vaucluse 300–700 m Anfang – Ende Juli

Die fünf Regionen auf der Lavendelfelder-Karte im Detail

Plateau de Valensole

Das Plateau de Valensole ist die erste Adresse für weite Lavandin-Felder. Rund um die Ortschaften Valensole, Puimoisson und Riez reihen sich die violetten Streifen kilometerweit aneinander, oft kombiniert mit gelben Weizenfeldern.

Der Ort liegt zentral zwischen dem Verdon-Canyon und der Stadt Manosque. Wer ohnehin einen Roadtrip durch Frankreich plant, sollte das Plateau als Fixpunkt einbauen.

Sault und das Plateau d’Albion

Sault liegt am Fuß des Mont Ventoux und ist bekannt für echten Bergwald-Lavendel. Weil die Höhe die Blüte verzögert, ist Sault die richtige Wahl, wenn du erst Ende Juli oder Anfang August reist. Jährlich findet dort am 15. August ein Lavendelfest statt.

Abbaye de Sénanque

Die Zisterzienserabtei Sénanque bei Gordes zeigt das meistfotografierte Lavendelmotiv Frankreichs: das steinerne Kloster hinter einem kleinen Lavendelfeld. Es ist eher klein, dafür extrem malerisch. Wegen des Andrangs lohnt sich ein Besuch früh am Morgen.

Drôme provençale

Die Drôme provençale nördlich der eigentlichen Provence ist deutlich ruhiger. Rund um Grignan und die Route der Ätherischen Öle findest du weite Felder ohne die Menschenmengen von Valensole. Diese Region eignet sich gut als Auftakt einer Tour von Norden kommend.

Luberon

Im Luberon-Massiv wechseln sich Lavendelfelder mit Bergdörfern wie Roussillon und Bonnieux ab. Die Felder sind kleiner und über die Landschaft verstreut, dafür ist die Kombination aus Dörfern, Weinbergen und Lavendel besonders abwechslungsreich. Mehr zur Region liest du im Überblick zur Provence in Frankreich.

Wie verbinde ich die Lavendelfelder zu einer Route?

Eine sinnvolle Runde beginnt im Norden in der Drôme provençale, führt über Sault und den Luberon zur Abbaye de Sénanque und endet auf dem Plateau de Valensole. So folgst du grob dem Verlauf der Blüte von tieferen zu höheren Lagen.

Für die Strecke solltest du mindestens drei bis vier Tage einplanen; die Fahrzeiten zwischen den Regionen betragen jeweils ein bis zwei Stunden. Ein eigenes Auto ist praktisch Pflicht, da viele Felder abseits der Hauptorte liegen. Praktische Hinweise dazu findest du unter mit dem auto durch frankreich reisen tipps.

Das Regionaltourismusbüro Provence-Alpes-Côte d’Azur veröffentlicht jährlich aktualisierte Blühkarten, die dir bei der Feinplanung helfen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wo finde ich die schönsten Lavendelfelder in Frankreich?

Die dichtesten und weitläufigsten Felder liegen auf dem Plateau de Valensole in den Alpes-de-Haute-Provence. Wer echten Bergwald-Lavendel sucht, fährt nach Sault am Mont Ventoux. Das bekannteste einzelne Motiv ist die Abbaye de Sénanque bei Gordes. Ruhiger und weniger überlaufen ist die Drôme provençale rund um Grignan.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Lavendelfelder?

Der ideale Zeitraum liegt zwischen dem 25. Juni und dem 20. Juli, wenn die meisten Felder in voller Blüte stehen und die Ernte noch nicht begonnen hat. In höheren Lagen wie Sault verschiebt sich der Höhepunkt bis Anfang August. Danach werden viele Felder abgeerntet und verlieren rasch ihre violette Farbe.

Brauche ich ein Auto, um die Lavendelfelder zu erreichen?

Ein Auto ist sehr zu empfehlen, weil die meisten Felder abseits von Bahnhöfen und Bushaltestellen liegen. Die Regionen sind über die Autobahnen A7 und A51 sowie Landstraßen gut verbunden. Ohne eigenes Fahrzeug bist du auf geführte Tagestouren angewiesen, die vor allem ab Avignon und Aix-en-Provence angeboten werden.

Darf man die Lavendelfelder betreten?

Die Felder sind fast immer Privateigentum von Landwirten. Wege am Feldrand darf man in der Regel nutzen, das Pflücken oder Zertreten der Pflanzen ist jedoch nicht erlaubt und wird zunehmend geahndet. Bleibe auf befestigten Wegen und respektiere Absperrungen, damit die Ernte nicht beschädigt wird.

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Fazit

Eine gute Lavendelfelder-Frankreich-Karte spart dir Enttäuschungen: Sie zeigt, dass sich die Blüte von der Drôme provençale bis zum Plateau de Valensole zieht und je nach Höhenlage von Mitte Juni bis Mitte August dauert. Kombiniere zwei bis drei Regionen, plane die Reise für die zweite Julihälfte und starte früh am Tag. Schau dir vor der Abfahrt unsere Provence Karte Frankreich an und stelle dir deine Route zusammen – dann steht dem violetten Sommer nichts im Weg.