Lavendel der Provence: Die besten Felder, Reiserouten und Fototipps

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Der Lavendel der Provence blüht von Mitte Juni bis Mitte August, mit dem Höhepunkt der Blüte meist in der ersten und zweiten Juliwoche. Die besten Regionen sind das Plateau de Valensole, die Hochebene um Sault, das Luberon-Gebiet und die Umgebung der Abtei Sénanque. Wer die violetten Felder in voller Pracht sehen will, plant die Reise am sichersten für die zweite Junihälfte bis Mitte Juli.

Wann blüht der Lavendel der Provence?

Die Lavendelblüte in der Provence dauert von etwa Mitte Juni bis Mitte August, abhängig von Höhenlage und Wetter. In tieferen Lagen wie dem Plateau de Valensole (rund 500 m) beginnt sie früher, in Sault (rund 800 m) bis zu zwei Wochen später.

Der Grund ist einfach: Je höher und kühler ein Anbaugebiet liegt, desto später öffnen sich die Blüten. Deshalb kannst du die Blütezeit verlängern, indem du zuerst tiefer gelegene Felder und danach die Höhenlagen besuchst.

Die Ernte beginnt oft schon Mitte Juli. Wer sichergehen will, die Felder noch ungeschnitten zu erleben, reist zwischen dem 20. Juni und dem 15. Juli. In diesem Zeitraum stehen die meisten Flächen in voller Farbe.

Was ist der Unterschied zwischen Lavendel und Lavandin?

Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) stammt ursprünglich als Wildform aus den Bergen der Provence, wird dort heute aber überwiegend kultiviert angebaut. Er gedeiht in Höhenlagen von etwa 600 bis 1500 Metern und liefert ein feines, mildes Öl. Lavandin ist eine Kreuzung aus echtem Lavendel und Speiklavendel, wächst in tieferen Lagen und bildet die großen, kräftig violetten Felder, die man von Postkarten kennt.

Der Lavandin macht heute den Großteil der angebauten Fläche in der Provence aus, weil er robuster ist und deutlich mehr Öl produziert. Sein Duft ist intensiver, aber weniger fein als der des echten Lavendels.

Für die Duftindustrie und Aromatherapie ist der echte Lavendel wertvoller. Sein Öl trägt laut dem französischen Herkunftsschutz-Institut INAO seit 1981 eine geschützte Herkunftsbezeichnung – heute die europäische AOP „Huile essentielle de lavande de Haute-Provence“. Mehr Hintergrund zur Pflanze findest du bei Wikipedia.

Merkmal Echter Lavendel Lavandin
Art Wildform, kultiviert angebaut (L. angustifolia) Hybrid
Höhenlage 600–1500 m bis ca. 800 m
Feldbild lockerer, unregelmäßig dichte, gleichmäßige Reihen
Ölqualität fein, mild intensiv, ergiebig
Ölmenge gering hoch

Wo sieht man den Lavendel der Provence am besten?

Die schönsten Lavendelfelder liegen auf dem Plateau de Valensole, rund um Sault, im Luberon und bei der Abtei Sénanque nahe Gordes. Diese vier Gebiete decken zusammen die bekanntesten Motive und lassen sich gut in einer Rundreise verbinden.

Plateau de Valensole

Das Plateau de Valensole ist das größte zusammenhängende Anbaugebiet und liefert die klassischen weiten Felder, oft kombiniert mit gelben Weizenfeldern. Da es tiefer liegt, blüht es früh – ab Mitte Juni.

Sault und die Hochebene

Rund um Sault wächst mehr echter Lavendel in Höhenlage. Die Blüte setzt hier später ein, meist erst Mitte Juli, und dauert bis in den August. Wer im Hochsommer reist, findet hier oft noch ungeschnittene Flächen.

Abtei Sénanque und das Luberon

Das Lavendelfeld vor der Zisterzienserabtei Sénanque gehört zu den meistfotografierten Motiven der Region. Es liegt eingebettet in ein enges Tal und ist besonders am frühen Morgen stimmungsvoll. Eine Übersicht der schönsten Orte der Provence mit Lavendel hilft bei der Feinplanung.

Wie plane ich eine Reise zu den Lavendelfeldern?

Für eine Lavendelreise brauchst du ein Auto, drei bis fünf Tage Zeit und eine grobe Route entlang der Anbaugebiete. Öffentliche Verkehrsmittel erreichen die Felder kaum, da sie meist abseits der Orte liegen.

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Eine bewährte Route verbindet Valensole, Sault und das Luberon in einer Schleife. Zwischen den Gebieten liegen viele der malerischen Dörfer der Provence wie Gordes, Roussillon oder Moustiers-Sainte-Marie.

Zur Orientierung lohnt sich vorab ein Blick auf die Provence-Karte mit Highlights und Autotouren. Wer tiefer in die Region einsteigen will, findet unter Provence in Frankreich weitere Reiseinfos.

Beste Tageszeit für Fotos

Das Licht ist am frühen Morgen und in der Stunde vor Sonnenuntergang am weichsten. Vormittags sind zudem weniger Besucher unterwegs und die Bienen weniger aktiv, was das Fotografieren erleichtert.

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Was kostet ein Lavendel-Ausflug in der Provence?

Die Felder selbst sind frei zugänglich und kostenlos. Ausgaben entstehen vor allem für Unterkunft, Mietwagen und Eintritte in Destillerien oder Museen.

Ein Besuch im Lavendelmuseum in Coustellet oder in einer Destillerie kostet nach Angaben der Museen und Destillerien vor Ort meist zwischen 6 und 10 Euro pro Person. Führungen und Verkostungen sind oft günstiger als erwartet und geben einen guten Einblick in die Ölgewinnung.

In der Hauptsaison von Ende Juni bis Mitte Juli sind Unterkünfte teuer und früh ausgebucht. Wer flexibel ist, spart durch eine Buchung mehrere Monate im Voraus.

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Welche Regeln gelten an den Lavendelfeldern?

Die Lavendelfelder sind bewirtschaftete Flächen und kein öffentlicher Park. Betritt sie nur, wenn kein Verbotsschild steht, und tritt nie zwischen die Reihen, um die Pflanzen nicht zu beschädigen.

Achte auf Bienen: Die Felder summen im Sommer stark. Vermeide dunkle Kleidung und hektische Bewegungen, dann bleibt der Besuch entspannt. Parke nur auf ausgewiesenen Flächen, nicht auf den schmalen Feldwegen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann ist die beste Zeit für den Lavendel der Provence?

Die sicherste Zeit ist die zweite Junihälfte bis Mitte Juli. In tiefen Lagen wie Valensole beginnt die Blüte ab Mitte Juni, in Höhenlagen um Sault erst ab Mitte Juli. Die Ernte startet oft schon in der zweiten Juliwoche, weshalb späte Reisende eher die Höhengebiete ansteuern sollten.

Wo gibt es die schönsten Lavendelfelder in der Provence?

Die bekanntesten Flächen liegen auf dem Plateau de Valensole, rund um Sault, im Luberon und vor der Abtei Sénanque bei Gordes. Valensole bietet die weitesten Felder, Sault den echten Höhenlavendel und Sénanque das klassische Postkartenmotiv. Alle vier lassen sich in einer Rundreise verbinden.

Was ist der Unterschied zwischen Lavendel und Lavandin?

Echter Lavendel ist eine Wildform, die in der Provence kultiviert in Höhen von etwa 600 bis 1500 Metern angebaut wird und ein feines, mildes Öl liefert. Lavandin ist eine Kreuzung, wächst in tieferen Lagen, bildet die großen violetten Felder und produziert mehr, aber weniger feines Öl. Für Aromatherapie gilt echter Lavendel als hochwertiger.

Kann man die Lavendelfelder kostenlos besuchen?

Ja, die Felder sind frei zugänglich und kostenlos. Sie sind jedoch bewirtschaftete Anbauflächen: Betreten ist nur ohne Verbotsschild erlaubt, und man sollte nie zwischen die Reihen treten. Kosten entstehen nur für Museen, Destillerie-Führungen sowie Unterkunft und Mietwagen.

Fazit

Der Lavendel der Provence ist zwischen Mitte Juni und Mitte Juli am schönsten, wenn die Felder in Valensole, Sault und im Luberon in vollem Violett stehen. Wer Höhenlagen und tiefe Ebenen kombiniert, erlebt die Blüte über mehrere Wochen. Plane früh, reise mit dem Auto und starte deine Route jetzt – die Provence-Karte mit Highlights und Autotouren gibt dir den passenden Überblick.